Lerne die US-Springreiterin kennen
Raleigh Hiler
Lerne Springreiterin und MD-Athletin Raleigh Hiler kennen – eine ehrgeizige und toughe Athletin, die groß träumt und bereits für Team USA im Nations Cup an den Start gegangen ist.
Lovisa
Tue 27 Jan - 26

Lerne die US-Springreiterin kennen
Raleigh Hiler
Lerne Springreiterin und MD-Athletin Raleigh Hiler kennen – eine ehrgeizige und toughe Athletin, die groß träumt und bereits für Team USA im Nations Cup an den Start gegangen ist.
Lovisa
Tue 27 Jan - 26
Schon in jungen Jahren musste sie mit Rückschlägen umgehen lernen. Aber Aufgeben? Fehlanzeige: Raleigh Hiler ist eine amerikanische Springreiterin mit großen Träumen und einem unermüdlichen Willen, immer weiterzumachen. Einst hatte sie große Angst vor Pferden, heute hat sie bereits Team USA im Nations Cup vertreten und ihrem Team 2025 im spanischen Vejer de la Frontera zum dritten Platz verholfen. Lerne die MD-Athletin Raleigh Hiler kennen.
Über Raleigh Hiler
Geboren: 13. September 1999
Lebt in: Boston, USA
Tritt an für: USA 🇺🇸
Disziplin: Springreiten
Instagram: @raleighhiler
Für jemanden, der dich nicht kennt – wie würdest du dich beschreiben?
„Ich würde sagen, ich bin sehr fleißig, zielstrebig und belastbar. Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, ziehe ich es durch und tue alles – körperlich wie mental –, um meine Ziele zu erreichen. Ich habe in meinem Leben schon viele Rückschläge erlebt, auch im Zusammenhang mit meiner Reitkarriere, aber meine Träume aufzugeben kam für mich nie infrage.“
Wie bist du ursprünglich zum Reitsport gekommen?
„Als ich acht Monate alt war, erkrankte ich an bakterieller Meningitis. Dadurch verlor ich mein Gehör vollständig und bekam später Cochlea-Implantate, die mir helfen, zu hören und mit der hörenden Welt zu kommunizieren. Als Kind besuchte ich ein Schulprogramm für gehörlose und schwerhörige Kinder. Eine meiner besten Freundinnen aus diesem Programm wohnte direkt gegenüber von einem Bauernhof. Immer wenn ich bei ihr war, haben wir die Pferde gestreichelt und ihnen zugesehen. Ich hatte große Angst vor ihnen – und war gleichzeitig total fasziniert. Niemand in meiner Familie hatte jemals etwas mit Pferden zu tun, aber ich habe meine Eltern immer wieder gebeten, mich reiten zu lassen. Angefangen habe ich mit einem Reitlager im Sommer, ein paar Wochen lang, und daraus wurden schließlich wöchentliche Reitstunden auf einem Hof in meiner Heimatstadt. Damals hätte ich mir nie vorstellen können, einmal dort zu stehen, wo ich heute bin, da für meine Familie die Pferdewelt etwas völlig Neues war.“
Was hat dich am Springreiten besonders gereizt?
„Ich liebe das Adrenalin im Springreiten. Kein Parcours ist wie der andere, die Sprünge sind hoch, und jede Runde bringt neue Herausforderungen mit sich. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, sich selbst zu beweisen, dass man schwierige Aufgaben meistern kann. Genau dieses Gefühl gibt mir das Springreiten jedes Mal, wenn ich in den Parcours reite. Außerdem mag ich, dass man lernen muss, seine Impulse und Emotionen zu kontrollieren. Ich war schon immer sehr sportlich und als Kind eher wild und draufgängerisch. Das Springreiten gibt mir die Möglichkeit, diese Energie sinnvoll zu nutzen und hat mir gleichzeitig viel Disziplin beigebracht.“
„Ich liebe das Adrenalin im Springreiten. Kein Parcours ist wie der andere, die Sprünge sind hoch, und jede Runde bringt neue Herausforderungen mit sich.“
– Raleigh Hiler

Kannst du uns etwas über deine aktuellen Top-Pferde erzählen?
„Obora’s Chloe – bei uns einfach Chloe genannt – ist aktuell mein Spitzenpferd. Ich habe sie seit etwa vier Jahren und wir haben unglaublich viele erste Male gemeinsam erlebt: unsere ersten Fünf-Sterne-Grand-Prix und internationale Starts für Team USA. Chloe ist mutig, nachsichtig und eine echte Kämpferin. Viele Reiter sagen das über ihre Pferde, aber ich bin wirklich überzeugt, dass sie nicht für jeden denselben Einsatz zeigen würde. Ich glaube, sie spürt, wie viel sie mir bedeutet und welchen Stellenwert sie in meiner Karriere hat. Sie ist in vielerlei Hinsicht typisch Stute: Solange man sie liebt und respektiert, geht sie für einen durchs Feuer. Gleichzeitig ist sie im Stall und im Umgang aber unglaublich freundlich, also gar nicht so das Stuten-Klischee. Und für eine Kuscheleinheit oder Fotos ist sie immer zu haben.
Lennox VD Bisschop – Lennox – ist ein weiteres meiner Top-Pferde. Er springt ein wenig unkonventionell und ist manchmal ziemlich albern, aber er ist so angenehm zu reiten und einfach liebenswert. Meine Stallmanagerin sagt immer, sie würde ihm sogar ihre kleinen Kinder anvertrauen, weil er so ein sanfter Riese ist. Er bemüht sich immer, alles richtig zu machen, und gibt einem nie das Gefühl, absichtlich frech zu sein. Besonders liebe ich an ihm seinen Schritt. Wenn er motiviert ist und sich gut fühlt, bewegt er seine Füße auf eine ganz dramatische Art. Ich sage dann immer scherzhaft, dass wir eigentlich in der falschen Disziplin unterwegs sind.“
Was sind deiner Meinung nach deine größten Stärken als Springreiterin?
„Ich würde sagen meine Sensibilität und meine mentale Stärke. Ich konnte schon immer eine enge Verbindung zu den Pferden aufbauen, die ich reite. In meiner Karriere hatte ich viele Pferde mit Eigenheiten und ich habe jedes einzelne davon geschätzt. Ich habe gelernt, mich auf sie einzustellen und mit ihren Besonderheiten zu arbeiten. Gleichzeitig bin ich sehr resilient. Alle Reiterinnen und Reiter wissen, dass man in diesem Sport nicht um Zweifel, Ängste und Rückschläge herumkommt. Auch ich habe damit immer wieder zu kämpfen, aber ich habe gelernt, große Herausforderungen zu überwinden und niemals aufzugeben. Dieser Sport ist mental extrem anspruchsvoll und kann einen runterziehen, wenn man es zulässt. Trotzdem bin ich weiter gekommen, als ich je zu träumen gewagt hätte – und meine Ziele werden immer größer und auch ein bisschen beängstigender.“
„Alle Reiterinnen und Reiter wissen, dass man in diesem Sport nicht um Zweifel, Ängste und Rückschläge herumkommt. Auch ich habe damit immer wieder zu kämpfen, aber ich habe gelernt, große Herausforderungen zu überwinden und niemals aufzugeben.“
– Raleigh Hiler

Was war bisher dein stolzester Moment in deiner Karriere?
„Mein größter Erfolg war der dritte Platz im Nations Cup von Vejer de la Frontera gemeinsam mit meinem Team. Es war mein erstes Mal im offiziellen Team USA-Jackett und allein das machte diesen Moment unglaublich besonders. Für das Team nominiert zu werden, war bereits ein riesiger Erfolg – aber dann unter 18 Mannschaften auf dem Podium zu stehen, war ein absoluter Traum.“
Was war die größte Herausforderung deiner Karriere und wie hast du sie gemeistert?
„Ich ritt für Team USA einen Nations Cup in Dänemark und war bis zur letzten Linie fehlerfrei, bevor ich stürzte. Das war ohne Zweifel der schlimmste Moment meiner Reitkarriere. Am Boden zu liegen, im Teamjackett und das Gefühl zu haben, mein Team, den Teamchef, meine Eltern, meinen Trainer und mein Pferd enttäuscht zu haben, war ein absoluter Tiefpunkt. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich in diesem Moment keine negativen Gedanken über mich selbst und meine Fähigkeiten als Reiterin hatte.
Das Gute war jedoch, dass ich in der zweiten Runde wieder reiten durfte. Es war unglaublich schwer, aber ich habe ganz bewusst mein Mindset verändert. Ich sagte mir, dass ich nach dem Wettkampf so enttäuscht sein durfte, wie ich wollte – aber in diesen nächsten Stunden schuldete ich es mir selbst und meinem Team, mein Bestes zu geben. Ich ging mit der festen Überzeugung in die zweite Runde, dass ich fehlerfrei reiten würde und vertraute mir selbst und meinem Pferd. Und wir waren tatsächlich bis zum letzten Sprung fehlerfrei und beendeten die Runde dann mit vier Fehlerpunkten. Nichts an diesem Tag war perfekt, aber er hat mir gezeigt, wozu ich mental fähig bin und welche Auswirkung mentale Stärke haben kann.“
Welche Ziele hast du für deine Zukunft im Reitsport?
„Es ist leicht, sich nur auf Ergebnisse zu fokussieren – und natürlich habe ich auch solche Ziele. Aber mein Hauptziel ist es, mich reiterlich weiterzuentwickeln, mental stärker zu werden und einfach den Prozess zu genießen. Das Springreiten ist in vielerlei Hinsicht sehr objektiv, was ich an dieser Disziplin liebe. Trotzdem finde ich es wichtig, den persönlichen Fortschritt in den Vordergrund zu stellen, denn Ergebnisse definieren nicht deinen Wert.“
Was bedeutet es dir, MD-Athletin zu sein?
„Ich freue mich unglaublich, Teil des Teams zu sein! Ich liebe die Kollektion und mit der Kleidung fühle ich mich selbstbewusst und bin immer bequem. Außerdem ist die Zusammenarbeit mit dem gesamten Team einfach großartig. Ich freue mich sehr auf alles, was kommt, und kann es kaum erwarten, meine liebsten Maya-Teile zu tragen.“
Welche Pieces aus der Maya Delorez-Kollektion gehören zu deinen Favoriten?
„Ganz klar die Athlete Breeches! Sie sitzen perfekt an der Taille, ohne einzuengen. Das Material ist superweich und feuchtigkeitsableitend. Außerdem liebe ich die Performance-Jacken. Es gibt sie in so vielen schönen Farben und sie sind perfekt für Ritte am Morgen, wenn es kühler ist.“
