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Großbritanniens Aufsteigerin im Springsport

Millie Allen

Sie ist schnell – und sie ist auf dem Vormarsch. Lerne Millie Allen kennen; eine der am schnellsten aufsteigenden Springreiterinnen Großbritanniens.

Lovisa

Mon 9 Mar - 26

Schon als Juniorin und Young Rider vertrat Millie ihr Land bei acht Europameisterschaften und gewann beeindruckende elf Medaillen. Der Übergang in den Seniorensport brachte jedoch zunächst Herausforderungen mit sich: Nach mehreren schweren Stürzen entwickelte sie ein postkommotionelles Syndrom – ein Rückschlag, der sowohl ihre Widerstandskraft als auch ihre Entschlossenheit auf die Probe stellte.

Diese Erfahrung lehrte sie, auch in unsicheren Zeiten positiv zu bleiben, und stärkte ihr Mindset als Athletin. 2022 war sie bereit für ein neues Kapitel und zog nach Belgien, um ihre Seniorenkarriere bei Karel Cox Horses fortzusetzen – einem internationalen Handelsstall mit Spitzenpferden und eine renommierte Zuchtanlage.

Seitdem gewann sie mehrere 5*-Prüfungen und vertrat Großbritannien im Nations Cup. Mit klarem Fokus auf die Zukunft ist Millie Allen ein Name, den man auf jeden Fall im Blick behalten sollte.




Über Millie Allen
  • Geboren: 11. November 1997

  • Lebt in: Hechtel, Belgien

  • Tritt an für: Vereinigtes Königreich 🇬🇧

  • Disziplin: Springreiten

  • Instagram: @millieallen11


 

Wie bist du ursprünglich zu den Pferden gekommen?

„Meine Eltern betreiben eine Reitschule und ein Turnierzentrum. Meine ältere Schwester reitet und wir sind praktisch zwischen Ponys aufgewachsen. Pferde waren schon von klein auf ein ganz natürlicher Teil meines Lebens.“ 


Was würdest du als deine größten Stärken als Springreiterin bezeichnen? 

„Ich würde sagen, dass meine größten Stärken meine Hingabe und mein Ehrgeiz sind. Ich glaube, dass mir genau diese beiden Eigenschaften auf meinem Weg im Springsport sehr geholfen haben.“ 


Was war die größte Herausforderung – und was das Schönste – an deinem Umzug nach Belgien? Und wobei hast du dich am meisten weiterentwickelt?

„Es ist natürlich nicht leicht, weiter weg von Familie und Freunden zu sein. Aber es ist unglaublich bereichernd, neue Erfahrungen zu sammeln und die eigenen Ziele zu erreichen. Es motiviert auch sehr, im Team neue Ziele zu definieren. Insgesamt habe ich enorm viel über das tägliche Management gelernt – vom Reiten bis hin zur Organisation im Stall. In diesem Sport geht es nämlich um viel mehr als nur um Erfolge auf Turnieren.“ 


 

„Es ist natürlich nicht leicht, weiter weg von Familie und Freunden zu sein. Aber es ist unglaublich bereichernd, neue Erfahrungen zu sammeln und die eigenen Ziele zu erreichen.“

– Millie Allen


Wie sieht ein ganz normaler Tag bei dir aus? 

„Wenn ich zu Hause auf der Anlage bin, reite ich normalerweise acht Pferde am Tag. Außerdem nimmt die Planung und Organisation der kommenden Turniere viel Zeit in Anspruch.“ 


Gibt es einen bestimmten Pferdetyp, den du bevorzugst? Worauf achtest du besonders? 

„Als Reiterin muss man die Stärken eines Pferdes erkennen und gezielt nutzen. Man muss sich auf unterschiedliche Charaktere einstellen können, denn jedes Pferd ist natürlich anders. Wenn ich eine Eigenschaft nennen müsste, auf die ich besonders achte, dann ist es die Einstellung des Pferdes. Man muss spüren, dass das Pferd alles für einen geben möchte.“


Du hattest große Erfolge im Nachwuchsbereich. Welchen Rat würdest du jungen Reiterinnen und Reitern geben, die in den Spitzensport wollen?

„Dieser Sport ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wenn nicht alles nach Plan läuft, heißt das nicht, dass sich Dinge nicht ändern können – manchmal eben in ganz kleinen Schritten. Behalte dein Ziel im Blick, schaue nach vorne und versuche, in möglichst vielen Situationen das Positive zu sehen. Und vor allem: Schätze die kleinen Erfolge auf dem Weg. Sie halten dich motiviert.“ 

 

 

„Dieser Sport ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wenn nicht alles nach Plan läuft, heißt das nicht, dass sich Dinge nicht ändern können – manchmal eben in ganz kleinen Schritten. Behalte dein Ziel im Blick, schaue nach vorne und versuche, in möglichst vielen Situationen das Positive zu sehen.“

– Millie Allen 

 

 

Der Wechsel von Young Rider in den Seniorensport war für dich von gesundheitlichen Rückschlägen begleitet. Wie hat dich diese Zeit geprägt? 

Mit dem postkommotionellen Syndrom umzugehen war definitiv eine große Herausforderung – vor allem, weil es oft missverstanden wird. Mich darüber zu informieren und die richtige Unterstützung zu bekommen, hat sehr geholfen. Die größte Schwierigkeit war jedoch die Ungewissheit. Nicht zu wissen, wie oder wann ich vollständig genesen würde, war hart. Trotz der vielen Höhen und Tiefen bin ich heute einfach dankbar, dass ich weiterhin das tun kann, was ich liebe. Die Unterstützung meines Umfelds und meine Pferde haben mir sehr geholfen. 

Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, in unsicheren Zeiten positiv zu bleiben, sich von Rückschlägen nicht zu sehr unter Druck setzen zu lassen und für jeden noch so kleinen Schritt nach vorne dankbar zu sein.“


Auf welche drei Momente deiner Karriere bist du bisher am meisten stolz? 

„Ich bin auf viele Erfolge stolz. Aber ganz besonders waren meine Medaillen im Nachwuchsbereich. Im Seniorensport würde ich sagen: der Sieg im Hermes 5* über 1,55 m in Doha im vergangenen Jahr und mein erstes fehlerfreies Nations Cup-Springen bei den Senioren.“  


Wie wichtig ist die richtige Reitbekleidung für deine Leistung im Sattel? 

„Es ist sehr wichtig, die richtige Ausrüstung zu tragen. Ich möchte mich im Wettkampf wohlfühlen, damit ich mich voll auf meine Leistung konzentrieren kann. Sich professionell zu kleiden bedeutet auch, sich professionell zu fühlen, und das bringt mich in das richtige Mindset.“ 


Welche Ziele hast du für deine Zukunft im Reitsport? 

„Ich möchte mein Team an Pferden weiter aufbauen und konstant auf hohem Niveau reiten. Außerdem ist es ein großes Ziel von mir, Großbritannien bei weiteren Nations Cups und Championaten zu vertreten.“ 

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