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Angetrieben von der Leidenschaft für den Sport

Frederike Staack

Sie ist fokussiert, ehrgeizig – und weiß, was echtes Durchhaltevermögen bedeutet. Lerne die MD-Athletin und deutsche Springreiterin Frederike Staack kennen.

Lovisa

Wed 22 Apr - 26

Begonnen hat es in ihrer Kindheit mit einer großen Liebe für Pferde. Heute dreht sich bei Frederike Staack alles im Leben um den Springsport. Mit viel Erfahrung aus FEI-Prüfungen startet sie regelmäßig auf CSI-Turnieren und bringt Pferde bis an die absolute Spitze des Sports.

Mit dem klaren Ziel, im internationalen Springsport ganz oben mitzuspielen, weiß Frederike: Erfolg kommt nicht über Nacht. Es braucht Jahre voller Hingabe, harte Arbeit und – wie sie selbst sagt – echten Respekt gegenüber dem Pferd. Und vor allem: die Entschlossenheit, immer weiterzumachen.




Über Frederike Staack
  • Geboren am: 24. April 1997

  • Lebt in: Antwerpen, Belgien

  • Tritt an für: Deutschland 🇩🇪

  • Disziplin: Springreiten

  • Instagram: @staackfrederike


 

Für jemanden, der dich nicht kennt – wie würdest du dich beschreiben?

„Ich würde sagen, ich bin eine sehr engagierte und leidenschaftliche Reiterin. Pferde stehen schon immer im Mittelpunkt meines Lebens und ich gehe den Sport mit viel Disziplin, Geduld und Respekt gegenüber den Pferden an. Ich versuche ständig dazuzulernen und mich weiterzuentwickeln, denn in diesem Sport hört man eigentlich nie auf, besser zu werden. Für mich ist es vor allem die Partnerschaft zwischen Pferd und Reiter, die den Reitsport so besonders macht.

Gleichzeitig bin ich ein sehr positiver und fröhlicher Mensch. Ich versuche, gute Energie mit in den Stall zu bringen und einfach den Prozess zu genießen. Denn auch wenn der Sport anspruchsvoll ist, gibt er mir unglaublich viel zurück und macht mich einfach glücklich.“ 


Wie bist du ursprünglich zu den Pferden gekommen?

„Ich habe schon sehr früh mit dem Reiten angefangen und hatte von Anfang an eine ganz natürliche Verbindung zu Pferden. Ich komme zwar nicht aus einer Reiterfamilie, aber meine Großeltern und meine Eltern haben meine Leidenschaft immer unterstützt und mich von Anfang an ermutigt, meinen Weg zu gehen. Was als kindliche Begeisterung angefangen hat, wurde mit der Zeit immer mehr. Diese Leidenschaft ist über die Jahre gewachsen und hat sich ganz natürlich zu dem beruflichen Weg entwickelt, den ich heute gehe.“



„Was als kindliche Begeisterung angefangen hat, wurde mit der Zeit immer mehr. Diese Leidenschaft ist über die Jahre gewachsen und hat sich ganz natürlich zu dem beruflichen Weg entwickelt, den ich heute gehe.“

– Frederike Staack



Kannst du uns ein bisschen darüber erzählen, wo du aktuell trainierst und lebst? 

„Mein Jahr teilt sich aktuell auf zwei Standorte auf. In den Sommermonaten bin ich in Antwerpen in Belgien, und im Winter verbringe ich die meiste Zeit in Doha, Katar. 

So kann ich das ganze Jahr über international aktiv sein und in ganz unterschiedlichen Umgebungen trainieren und starten. Beide Orte bieten tolle Möglichkeiten für Training und Turniere und genau diese internationale Erfahrung ist unglaublich wertvoll, sowohl für die Entwicklung der Pferde als auch für mich als Reiterin.“


Wie sieht ein ganz normaler Tag bei dir aus?

„Die meisten Tage beginnen früh – gegen 7:30 Uhr im Stall – und enden meist gegen 17 oder 18 Uhr. Der Fokus liegt immer zuerst auf den Pferden: dass es ihnen gut geht, sie optimal trainiert werden und sich kontinuierlich weiterentwickeln. Ich reite in der Regel etwa acht Pferde am Tag, jedes mit einem etwas anderen Trainingsplan – je nach Ausbildungsstand und individuellen Bedürfnissen. 

Neben dem Reiten trainiere ich auch Kundinnen und Kunden und unterstütze sie dabei, sich weiterzuentwickeln und ihre Ziele zu erreichen. Und natürlich gibt es auch viel Arbeit abseits des Sattels: Trainingspläne erstellen, Turniere organisieren und sicherstellen, dass die Pferde gesund, zufrieden und auf dem richtigen Weg sind. Ich habe ein großartiges Team um mich herum, das mich auf diesem Weg unterstützt und mir ermöglicht, mich voll aufs Reiten und Training zu konzentrieren. Dafür bin ich unglaublich dankbar.“


Was würdest du als deine größten Stärken als Springreiterin bezeichnen?

„Ich glaube, eine meiner größten Stärken ist, dass ich die Pferde, die ich reite, wirklich gut verstehe. Jedes Pferd ist anders, und ich versuche, mein Reiten immer so anzupassen, dass ich das Beste aus jedem einzelnen herausholen kann. Vertrauen und Kommunikation sind dabei das A und O und wenn diese Partnerschaft stimmt, sieht man das auch im Parcours.

Außerdem ist es mir wichtig, meine Leistungen konstant zu halten und den Sport Schritt für Schritt anzugehen. Pferde auszubilden und auf Top-Niveau erfolgreich zu sein, braucht Zeit. Deshalb versuche ich, geduldig zu bleiben, mit jedem Pferd Vertrauen aufzubauen und mich kontinuierlich weiterzuentwickeln.“ 


 

„Vertrauen und Kommunikation sind das A und O und wenn diese Partnerschaft stimmt, sieht man das auch im Parcours.“

– Frederike Staack


 

Wie bereitest du dich mental vor, bevor du einen Parcours angehst?

„Ich versuche ruhig und total fokussiert zu bleiben. Ich visualisiere meist den Parcours, gehe meinen Plan im Kopf durch und konzentriere mich auf den Rhythmus und das Gefühl, das ich mit meinem Pferd haben möchte. Musik spielt dabei auch eine große Rolle für mich. Ich höre oft Songs, die mir helfen, in meinen Fokus zu kommen und ganz bei mir zu sein, bevor ich aufs Pferd steige.

Manchmal schaue ich mir auch ältere Videos von besonders guten Runden an. Das bringt dieses positive Gefühl zurück und gibt mir zusätzliches Selbstvertrauen. Aber im Endeffekt versuche ich, alles möglichst simpel zu halten und auf die Vorbereitung zu vertrauen, die wir zu Hause gemacht haben.“


Gibt es einen bestimmten Pferdetyp, den du bevorzugst? Worauf achtest du besonders?

„Ich würde eigentlich nicht sagen, dass ich einen ganz bestimmten Pferdetyp habe. Natürlich sind Vermögen und Vorsicht extrem wichtig im Springsport, aber für mich ist die Einstellung des Pferdes genauso entscheidend. Ich mag Pferde mit Charakter und einer guten Arbeitsmoral.

Besonders gerne arbeite ich auch mit talentierten ‚Rohdiamanten‘ – Pferden mit viel natürlichem Talent, die man Schritt für Schritt formen und weiterentwickeln kann. Teil dieses Prozesses zu sein und ein Pferd auf seinem Weg zu begleiten, bis es sein volles Potenzial entfaltet, ist für mich unglaublich erfüllend. Und ein Pferd, das im Parcours für dich kämpft und wirklich Freude am Sport hat ist etwas ganz Besonderes.“ 

Wie bleibst du motiviert, wenn es mal schwierig wird oder Rückschläge gibt?

„Rückschläge gehören im Reitsport einfach dazu. Pferde sind Lebewesen – es läuft nicht immer alles nach Plan. Man lernt ständig dazu, passt sich an, und das bringt natürlich auch herausfordernde Momente mit sich. Für mich ist es wichtig, geduldig zu bleiben, aus diesen Situationen zu lernen und das große Ganze im Blick zu behalten.

Manchmal erinnern einen Rückschläge auch daran, warum man überhaupt angefangen hat. Es kann sich im Alltag schnell so anfühlen, als würde man nicht schnell genug vorankommen, aber wenn man einen Schritt zurücktritt und den gesamten Weg betrachtet, merkt man, wie viele Fortschritte man gemeinsam mit den Pferden eigentlich schon gemacht hat. Diese Perspektive hilft mir, motiviert zu bleiben und mich weiterzuentwickeln.“


Welchen Rat würdest du jungen Reiterinnen und Reitern geben, die den Sprung in den Profisport schaffen wollen?

„Ich würde sagen: Geduld und Durchhaltevermögen sind das Wichtigste. Erfolg im Reitsport kommt nicht über Nacht, sondern es braucht Jahre voller Hingabe, harter Arbeit und echten Respekt gegenüber den Pferden. Es ist auch unglaublich wichtig, sich mit den richtigen Menschen zu umgeben und immer offen dafür zu bleiben, Neues zu lernen.

Und ganz ehrlich: Es ist völlig normal, sich zwischendurch auch mal unsicher oder demotiviert zu fühlen. Das gehört bei allen dazu und ist ein Teil des Weges. Entscheidend ist, dass man in diesen Momenten nicht aufgibt. Gerade die schwierigen Phasen machen die schönen Momente später noch wertvoller und erinnern dich daran, warum du diesen Sport liebst.“ 



„Entscheidend ist, dass man in den schwierigen Momenten nicht aufgibt. Gerade die schwierigen Phasen machen die schönen Momente später noch wertvoller und erinnern dich daran, warum du diesen Sport liebst.“

– Frederike Staack 

 

Auf welche drei Momente deiner Karriere bist du bisher am meisten stolz?

„Einige der Momente, auf die ich besonders stolz bin, sind, dass ich mehrere Pferde bis auf 1,60m Grand-Prix-Niveau ausbilden konnte – darunter Hello Mango und Jappeloup. Zu sehen, wie sich Pferde, mit denen man gearbeitet hat, bis auf dieses Level entwickeln und dort erfolgreich sind, ist einfach unglaublich erfüllend.

Ein weiterer ganz besonderer Meilenstein für mich war, mein eigenes Pferd Sansibar in diesem Jahr in die höheren Klassen zu bringen. Ich habe ihn seit er ein Fohlen war und ihn gemeinsam mit meiner Schwester Catharina von Anfang an selbst ausgebildet. Diese gemeinsame Reise und die Erfolge, die wir zusammen erreicht haben, bedeuten mir persönlich sehr viel.

Und schließlich werde ich immer mit Stolz darauf zurückblicken, dass ich die Möglichkeit hatte, beim CHIO Aachen zu reiten. Das ist eines der ikonischsten Turniere in unserem Sport und dort starten zu dürfen war etwas ganz Besonderes für mich.  Ich würde sehr gerne in Zukunft wieder dort reiten.“ 


Welche Ziele hast du für deine Zukunft im Reitsport?

„Mein Ziel ist es, mich als Reiterin weiterzuentwickeln und auf dem höchstmöglichen Niveau zu starten. Ich möchte weiterhin talentierte Pferde ausbilden und starke Partnerschaften mit ihnen aufbauen, während ich mich im Sport stetig weiterentwickle und Erfolge auf internationalen Turnieren erziele.

Ich habe definitiv große Träume für die Zukunft, aber gleichzeitig bin ich sehr dankbar für das, was ich bereits erreicht habe. Ich bin von tollen Menschen und Pferden umgeben und sehr glücklich mit dem Leben, das ich mir rund um diesen Sport aufgebaut habe.“ 

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